Grundsatzposition Inklusion


NORMEN ABSCHAFFEN – INDIVIDUALITÄT ALS RECHT Wir leben in einer Gesellschaft, die wahrlich nicht alle gerecht und nach ihren Bedürfnissen behandelt. Es ist richtig und wichtig, dass wir alle unterschiedlich sind. Doch werden viele Menschen wegen ihrer sogenannten Behinderung an den Rand gedrängt und ausgeschlossen. Dabei sind diese Beeinträchtigungen nur an der gesellschaftlichen Norm gemessen. Wer abweicht gilt beispielsweise als „behindert“ oder „hochbegabt“. Diese und andere Separationen wollen wir überwinden!

Inklusion ist mehr als Integration

In dieser Gesellschaft wird differenziert zwischen einer „normalen“ Gesellschaft und Menschen, die “anders” sind und demzufolge nach außen gestellt werden. Integration würde nun heißen, dass die „anderen“ ins Boot geholt werden. Sie sollen sich anpassen und werden an den gleichen Normen gemessen. Inklusion hingegen bricht mit der Norm. Alle Menschen sind verschieden und individuell. Einfach Mensch sein, es gibt kein „normal“ mehr. Erst durch die Aufhebung der gesellschaftlich konstruierten Normen können alle Mitglieder dieser Gesellschaft mit all ihren Eigenschaften, Stärken und Schwächen gleichsam individuell behandelt werden. Alle bilden zusammen diese Gesellschaft. Niemand wird ausgeschlossen, alle können teilhaben, mit gleichen Rechten und allen Möglichkeiten. Dahin wollen wir: in eine inklusive Gesellschaft!

Stigmatisierung ist behindert!

Die Stigmatisierung von Menschen mit Beeinträchtigungen muss enden. Zuschreibungen und Vorurteile müssen abgebaut werden. Es gilt, aufeinander zuzugehen, die unbekannten Lebenslagen kennenzulernen und voneinander zu lernen. Das muss bereits in der Schule beginnen. Vorurteile sollen im täglichen Umgang miteinander abgebaut werden. Auch der tägliche Sprachgebrauch muss sich ändern: von Bezeichnungen wie „Schwachsinnige“ und „Krüppel“ zu „Behinderten“, „Behinderte Menschen“ und „Menschen mit Behinderung/Beeinträchtigung“ war es ein weiter Weg. Doch auch heute werden diskriminierende Bezeichnungen für „die anderen“ häufig verwendet bzw. haben sie sich sogar als Beleidigungen etabliert. Genau wie beim Gendern gilt: Die Sprache spiegelt Gesellschaft wider und kann Bewusstsein verändern. Deshalb stehen wir für eine Sensibilisierung in der Sprache.

Barrierefreie Teilhabe

Für Teilhabe an der Gesellschaft muss es eine umfassende Barrierefreiheit geben. Barrieren gibt es immer, überall, für alle. Für viele stellen die räumlichen Barrieren keinerlei Hindernis dar, da viele diese überwinden können. Dies gilt aber nicht für alle Menschen. Daher müssten stufenfreie Zugänge zu allen Gebäuden sowie Hörbücher und Gebärdensprachdolmetscher_innen selbstverständlich sein. Das finden alle nett – und sollte Standard sein. Wir fordern daher, barrierefreies Bauen und die Teilhabe für alle zu ermöglichen. Wir wollen Enthinderung!

Ein selbstbestimmtes Leben

Selbst zu bestimmen heißt, auszuwählen und eigene Entscheidungen zu treffen. Die materiellen Voraussetzungen dafür müssen allen Menschen gewährt werden und das gesetzlich bindend. Der Anspruch z. B. auf eine Assistenz muss verbindlich sein. Niemand sollte fremd bestimmt werden, denn: Wer außer mir ist denn Expert_in für mein Leben? Wir wollen Empowerment, also die Ermächtigung zur Selbstbestimmung. Hin zu einer inklusiven Gesellschaft wollen wir.

Wir fordern:

Individualität statt Normierung Sensibilisierung für Lebenslagen Enthinderung und Teilhabe Empowerment: die Ermächtigung, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können

Beiträge zum Thema

Frühlingsakademie im Herbst

Vom 5.-9. Oktober laden wir zu unserer Frühlingsakademie in Sachsen ein. Über 5 Tage lang haben wir ein vielfältiges und spannendes Semiar- und Workshopprogramm gebastelt. Neben vielen inhaltlichen Angeboten, wie zu (Queer-)Feminismus, linker Theorie, Ökologie, Europa und Awareness könnt ihr euch selbst auch ganz konkret ausprobieren: im Reden (Rhetorik-Seminar), Kochen, Flyer-Gestalten (Layout- und Grafikbearbeitung), Selbstbehauptung und sowie vielen anderen Angeboten.

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  • 26. Oktober 2018, 19:00 Uhr: "It's not just boys' fun - Geschlechterbilder in der radikalen Linken" (Bautzen)
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  • 27. Oktober 2018, 19:00 Uhr: "No future for you? Punk als Avantgardebewegung" (Glauchau)
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  • 28. Oktober 2018, 19:00 Uhr: "It's not just boys' fun - Geschlechterbilder in der radikalen Linken" (Chemnitz)
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  • 29. Oktober 2018, 19:00 Uhr: "No future for you? Punk als Avantgardebewegung" (Dresden)
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  • 30. Oktober 2018, 19:00 Uhr: "Der postapokalyptische Film als männliches Narrativ" (Leipzig)
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  • 25. November 2018, 12:30 Uhr: BR-Sitzung (Dresden)
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  • 14. Dezember 2018: BR-Klausur (Cunnersdorf)
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